Review: Wyatt E. – āl bēlūti dārû

Orientalischer Instrumental Doom aus Belgien.

„We write music for the Jerusalem elites who were deported to Babylon by King Nebuchadnezzar II in 587 BC“, heißt es auf dem Instagram-Profil von Wyatt E. Die Band stammt aus Belgien, ist als verhülltes Trio unterwegs und hat nun ein drittes Album veröffentlicht.

āl bēlūti dārû“ (Stolen Body) bedeutet übersetzt „die ewige Stadt“. Die Sprache ist akkadisch, man verwendet sie aber nicht für den Gesang, denn die Musik fällt rein instrumental aus. Abgemischt hat Doom-Großmeister Billy Anderson und auch dort sind Wyatt E. zu verorten.

Wobei die Mystik und das Orientalische mehr im Vordergrund stehen als die schweren Gitarren. Zwei Songs sind auf der Platte zu finden, die je über 18 Minuten lang sind.

„Mušhuššu“, der Schlangendrache, baut sich lange auf, windet sich. Zwei Drum-Sets arbeiten im Gleichschritt, das Saxofon heult auf, es wummert und dröhnt.

Auf „Šarru Rabu“, der König der Könige, erhalten wir zunächst Synthie-Schwurbeleien. Wieder werden Schichten übereinander gelegt, die dann in einem dramatischen Finale münden.

Fazit: Aus einem Land vor unserer Zeit.

Wyatt E. - āl bēlūti dārû

7.9

7.9/10
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