Review: The Murlocs – Rapscallion

Die Garage Blues-Band aus Australien wird erwachsen.

Die Alben der Murlocs sprudelten immer über vor Lebensfreude. Es war euphorischer Garage Blues, auf dem letztjährigen „Bittersweet Demons“ stellte sich ein wenig Gleichförmigkeit ein, wenn auch die Hitmaschine noch ablieferte. Ganz anders nun das sechste Album „Rapscallion“ (ATO).

Es wird eine Coming of Age-Geschichte erzählt, beeinflusst von den Erlebnissen von Frontman Ambrose Kenny-Smith, der als junger Skater ziellos herumstromerte. Düstere Töne dominieren, der Garage Blues wird zurückgefahren. Diese neuen Reize überzeugen.

Gleich das eröffnende „Subsidary“ legt die neue Fährte. Eher fuzzy groovend, immer noch aufgedreht, aber nicht mehr zu sehr. Auch das folgende „Bellarine Ballerina“ gerät zwingend, fällt aber düster aus. Erst Schritt für Schritt wagt man sich an den Trademark-Blues, hat etwa das gefällige „Farewell To Clemency“ im Angebot.

Das verlorene „Virgin Criminal“ stellt eine Besonderheit für die Murlocs dar und wird um so dankender genommen. Immer wieder diese unvermeidliche Mundharmonika, die dort nichts zu suchen hat, vor allem nicht auf dem locker groovenden „Bowlegged Beautiful“. Einziges minimales Manko.

Fazit: Überraschend gut.

The Murlocs - Rapscallion

8.5

8.5/10