Review: The Lounge Society – Tired of Liberty

Tolle Debüt-Single. Tolle Debüt-EP. Tolle Debüt-LP?

The Lounge Society, grob zu kategorisieren unter „Post Punk aus Großbritannien“, damit Mitglied einer nie enden wollenden Welle. Zudem auf Speedy Wunderground, dieser unvergleichlichen Talentschmiede. Dort waren die erste Single „Generation Game“ und die erste EP „Silk For The Starving“ erschienen. Großartige Releases.

Nun steht ebendort auch die erste LP in der Auslage. „Tired of Liberty“ wurde recht zügig als kollektiver Akt eingespielt. Man arbeitet den überfallsartigen, sehr wendigen Post Punk weiter aus.

Mehr Melodie, mehr Einfühlsamkeit, weniger unbändiges Feuer, so vielleicht die Zusammenfassung. Immer noch gut, überschäumend vor Ideen, wenn man dann aber im letzten Drittel angelangt ist, kommt der Blick auf die Uhr. Wie lange noch? Doch halt, „Generation Game“ steht als überarbeitete Version am Ende und das sollte man auf keinen Fall verpassen.

Wie man das gesamte Album eigentlich schon mindestens einmal hören sollte. Auch wenn man mittlerweile sich an dieser Rock-Variation überfressen hat. The Lounge Society beherrschen den lockeren Groove und das gepflegte Chaos. „No Driver“ ist schon sehr mitreißend, „Remains“ ungeheuer energisch. Sicherlich kein Fehler und drei Jahre früher am Markt wahrscheinlich als Sensation gehandhabt.

Fazit: Das womöglich letzte Minzblättchen.

The Lounge Society - Tired of Liberty

8.5

8.5/10