Review: Surfbort – Keep on Truckin‘

Die Punks aus New York haben den Müll rausgebracht.

Surfbort schlugen mit dem 2018er „Friendship Music“ und ihrem trashigen, atemlos rumpelnden Garage Punk ein. Sie wurden Darlings des Undergrounds, zogen aber auch etablierte Stars an. Nun liegt mit „Keep On Truckin‚“ (Inner Freak) ein neues Album vor.

Die Punks aus New York arbeiteten mit Linda Perry zusammen, die ihr Zuhause eher im poppigen Rock hat. Und so klingt die Platte dann auch: poppig, luftig, melodisch. Man hat aufgeräumt, sich hingesetzt und Probleme besprochen. Mentale Gesundheit, Drogensucht und Freundschaften sind Themen des Albums.

Surfbort begegnen diesen Bereichen eher mit Traurigkeit als mit Wut. Etwas Verlorenes schwingt auf „Hollywood Trashpile“ mit, schwelgerisch fällt „Lot Lizard“ aus. Zurück den Stars: Fred Armisen taucht in dem Video zum breitbeinigen „FML“ auf, in Interviews wird von weiteren Begegnungen mit Größen des Showgeschäfts berichtet. Hier tun sich Parallelen zu Starcrawler auf, die ebenfalls mit denkbar beliebigem Pop Punk in Hollywood reüssieren konnten.

Zurück zu Surfbort: Alte Gefühle werden mit „Youth Group Therapy“ und „Killed by Food“ wach. Räudig und schnell geht es hier voran. Hätte man mehr davon brauchen können. Wobei „Life’s a Joke“ eigentlich schon auch ein schöner Song ist.

Fazit: Schriller Punk, der früher besser war.

Surfbort - Keep on Truckin'

7.4

7.4/10
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