Review: Shannon Lay – Geist

Mystischer, gefühlvoller und sehnsüchtiger Folk auf dem neuen Album der Kalifornierin.

Du bist niemals allein: Das will uns Shannon Lay auf ihrem neuen Album „Geist“ (Sub Pop) sagen. Und ja, immerhin haben wir sie und ihre wundervollen Lieder. Sie begleiten uns in den Schlaf, sie sitzen neben uns beim Morgenkaffee und ziehen die Gardinen beiseite, wenn es gar zu dunkel wird.

Das 2019er „August“ war noch in Zusammenarbeit mit Ty Segall entstanden, der hier nur mit einem Gitarrensolo auf „Shores“ vertreten ist. Lay hat stattdessen mit Jarvis Tavinere (Woods) aufgenommen. In weiterer Folge wurden die Songs an Ben Boye, Devon Hoff, Sofia Arreguin und Aaron Otheim geschickt, die etwas auffetteten, aber nur um eine Spur.

Im Mittelpunkt steht Lay mit ihrer Gitarre. Das Keyboard umschmeichelt sanft, auch das Segall-Solo ordnet sich unter. Die Bühne gehört nur Lay und sie berührt uns.

Das sehnsüchtige „Rare to Wake“, das wundervolle „A Thread to Find“, dann das brüchige „Sure“. Tolles Eröffnungstrio, das dann mehr Experimente ermöglicht.

„Awaken and Allow“ ist fast vollständig A capella, „Untitled“ mystischer und das Syd Barrett-Cover „Last Night“ verspielter. „July“ schließt instrumental ab und wir haben einen neuen Partner für schwierige Zeiten gefunden.

Fazit: Ein perfektes Trostpflaster.

Shannon Lay - Geist

8.6

8.6/10
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