Review: PINCH POINTS – PROCESS

Die Band aus Australien liefert aufbauenden Power Pop/Post Punk.

Warum überhaupt noch rausgehen, fragen die PINCH POINTS auf dem tollen Opener „REASONS TO BE ANXIOUS“ zu ihrer neuen Platte. Ich habe Netflix, Uber Eats, Zoom und draußen gibt es Buschfeuer und Pogrome. Also bleiben wir für immer daheim.

PROCESS“ (Mistletone / Exploding In Sound) beschäftigt sich mit unseren seltsamen Zeiten, untermalt die Gedanken mit poppigem Post Punk, der gerne ausbricht und energisch wird. Ein Kommentar, der nicht zornig ausfällt, eher frustriert und auch ein wenig sarkastisch.

Catchy geht es dahin, ist immer antreibend, manchmal räudig. Schön das klimpernde „STOCK IT“, groovend „HARUSPEX“. „AM I OKAY?“ baut auf: „You might not be convinced, but you matter.“

Dieses Überfallsartige ist wirklich grandios, das beherrscht die Band perfekt. Selbst wenn es schwelgerisch wird, ist der nächste Ausbruch nicht weit. Gediegener dann „KOMPROMAT“ und „RELENTLESSLY POSITIVE“, doch auch hier kann es zur Sache gehen.

Fazit: Schillernde Punk-Platte.

PINCH POINTS - PROCESS

8.6

8.6/10