Review: Mattiel – Georgia Gothic

Nicht mehr gar so retro, dafür kreativer, aber auch mit weniger Hits.

Zwei Alben lang begeisterte uns Mattiel Brown mit Retro Garage Soul. Für das dritte Werk „Georgia Gothic“ (Heavenly) wurde die kreative Einheit mit Wegbegleiter Jonah Swilley gefestigt. Während Tourpausen wuchs man stärker zusammen.

So stark, dass nun Brown erstmals nicht alleine auf dem Cover steht sondern zusammen mit Swilley abgebildet ist. Das Duo rückt den Sound ebenfalls in neue Richtungen. Der Vintage-Touch ist an einigen Stellen wegpoliert und alles wirkt cleaner.

Gleich mit dem Opener „Jeff Goldblum“ erhalten wir einen unerwarteten Ausflug in den Eighties Pop Rock. Der Gesang ist nicht mehr so dominant, Mattiel ist kaum wiederzuerkennen. Eine falsche Fährte, bereits mit „On The Run“ kehrt man zum klassischen souligen Garage Rock zurück, bietet hier einen Country-Einschlag an.

Die Platte wirkt insgesamt mutiger und runder, lässt aber große Hits vermissen. Da war der Vorgänger „Satis Factory“ noch voll davon. „Lighthouse“ ist durchaus catchy, „Subterranean Shut-In Blues“ hat einen tollen Groove, so richtig umhauen wollen beide Songs jedoch nicht.

Viel Herzblut gibt es auf „Blood in the Yolk“, ein wenig Weirdness auf „Wheels Fall Off“. „You Can Have It All“ rockt tight dahin. Kreativ und eine gute Song-Sammlung, aber keine Sensation mehr.

Fazit: Hat seine Momente.

Mattiel - Georgia Gothic

8.3

8.3/10