Review: Loop – Sonancy

Die britischen Space-Rocker melden sich mit ihrer ersten LP seit drei Jahrzehnten zurück.

Loop versetzten den Rock Mitte der 1980er in Trance, lieferten verzerrte Gitarren zu stoischen Beats. Mit dem 1990er „A Gilded Eternity“ kam dann das Ende. Das Shoegaze-Revival ließ auch Loop dann in den 2010ern wieder auftauchen. Nach der 2015er EP „Array 1“ schickt Bandleader Robert Hampson nun eine LP in den Orbit.

Sonancy“ (Reactor), das vierte Album von Loop, setzt auf dieselben Sounds, die man bereits vor 40 Jahren der Welt vorstellte. Repetitive, flächige Synthie-Sounds, dazu laute Gitarren mit viel Feedback. Hampson ließ sich von Post Punk inspirieren, versuchte die Rhythmen auf den Kopf zu stellen. Dabei hätte der Brite ruhig etwas roher vorgehen können, denn die Platte ist von Oberflächlichkeit durchzogen.

Waren frühere Werke noch kantiger, dabei nie ungehobelt, ist man hier ganz auf den steten Flow konzentriert. Ein wenig Düsternis schmeckt man heraus, aber hier ist nichts, was einem Angst bereiten müsste.

„Supra“ hantiert noch am eindeutigsten mit etwas Post Punk. Ansonsten: Space Rock, das muss man schon zugeben, vom Feinsten. Gerade „Halo“ und „Fermion“ sind grandios verhuscht. „Isochrone“ hat tolle Gitarrenklänge. Der Rest schwankt zwischen monoton und verloren, auf einem hohen Niveau.

Fazit: Keine Sensation, aber immer noch gut.

Loop - Sonancy

7.5

7.5/10