Review: King Gizzard & The Lizard Wizard – Omnium Gatherum

Als die Psych-Rocker Hip Hop entdeckten.

In ihrer zehnjährigen Karriere haben King Gizzard & The Lizard Wizard gefühlt schon alles gemacht. Eines jedoch noch nicht: eine Doppel-LP. Und das wird mit dem 20. Werk nun Realität.

Nichts, was auf „Omnium Gatherum“ (KGLW) nicht geht. Das „Weiße Album“ der Australier, wie es die Band bezeichnet. Ein Post Covid-Album, die ersten Aufnahmen seit langer Zeit, die man wieder gemeinsam gemacht hatte. So läuft es über vor Ideen.

Von King Gizzard & The Lizard Wizard ist man Abwechslung gewöhnt. Hier kommt alles zusammen, quasi ein Best-of. Der Psych Rock-Durst wird mit dem grandiosen Jam-Opener „The Dripping Tap“ und dem stürmischem, dann fließendem „Evilest Man“ gestillt. Dann noch zwei Metal-Ausflüge mit „Gaia“ und „Predator X“.

Ansonsten wird sehr viel Soul-Stimmung angelegt. Die meisten Songs schmiegen sich an, geraten poppig und auch ein wenig verspielt. „Sadie Sorceress“ und „The Grim Reaper“ stechen heraus, legen lupenreinen Hip Hop an. Hatten wir das schon im Gizzverse? Gut, aber wir wollen dann doch lieber Psych Rock, oder?

Fazit: Kantigere Tame Impala.

King Gizzard & The Lizard Wizard - Omnium Gatherum

8.3

8.3/10