Review: Kanaan – Earthbound

Ein Instrumental-Trio aus Oslo übt sich in Free Stoner.

„Als ob Kyuss in die Jazzschule gegangenen wäre“, so klangen Kanaan laut Pressetext bis jetzt. Auf Album Nummer vier „Earthbound“ (Jansen) wird der Sound-Kosmos sogar noch erweitert.

Der Nachfolger des tollen 2020er „Double Sun“ interpretiert vieles sehr viel freier. Free Jazz trifft Stoner, Acid Mothers Temple versuchen sich am staubigen Dröhnen. So mischen sich plötzlich sehr experimentelle Phasen ein, etwa auf „Pink Riff“, das zunächst wuchtig und schnell in Richtung Wüste zieht, dann in den Jazzkeller abbiegt, dort einer spielfreudigen Combo lauscht.

Auch „Bourdon“ poltert zu Beginn zwar fuzzy, wird dann aber kompliziert. Straighter sind da die sehr langen „Return to the Tundrasphere“ und „Mudbound“, die sich zwar immer wieder im Jam verlieren, doch recht harten, aber auch immer wieder entspannten Stoner bieten.

Fantastisch dann das zähe, dröhnende „Crash“ gegen Ende. Ein endloses Brummen, so herrlich! Zum Abschluss gibt es mit „No Star Left Unturned“ noch etwas Noise zum Groove.

Fazit: Herausfordernd, gleichzeitig sehr befriedigend.

Kanaan - Earthbound

8.4

8.4/10
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