Review: Julia Shapiro – Zorked

Shoegazeiger Indie Rock, Schicht um Schicht aus der Isolation gegraben.

Julia Shapiro, bekannt u.a von Chastity Belt, schickte uns auf ihrem 2019er „Perfect Version“ durch ein Tal der Tränen. Ihre Depressionen waren das Hauptthema, wir litten mit ihr. Auch auf ihrem zweiten Soloalbum geht es nicht besonders fröhlich zu.

Zorked“ (Suicide Squeeze) steht unter dem Eindruck ihres Umzugs von Seattle nach Los Angeles, der ausgerechnet zu Beginn der Corona-Pandemie stattfand. Shapiro war isoliert, fand aber in ihrer Mitbewohnerin Melina Duterte (Jay Som) Trost.

Zusammen funktionierten sie ihre Behausung zu einem Studio um und arbeiteten an „Zorked“. Das Ergebnis ist vielschichtiger als „Perfect Version“, lässt von Shapiros melancholischen Songs etwas ab und führt dichten Shoegaze ein.

Der begegnet uns gleich zu Beginn auf dem von Gothic angehauchten „Death (XIII)“. Und wieder auf „Pure Bliss“. Die Layer sind mehr geworden, Shapiro versteckt sich öfters dahinter, haucht nur. Etwas lockerer und verspielter dann „Someone“. Auch das ist erlaubt, das ausgefeilte Gitarrenpicking.

Ausgefallen das atmosphärische „Reptile! Reptile!“ mit Spoken Word, raffiniert das stimmungsvolle „Hellscape“. Shapiro hat einen Schritt nach vorne gemacht und das beste aus der Abgeschiedenheit geholt.

Fazit: Wieder ein tiefer Blick in die Gefühlswelt von Julia Shapiro.

Julia Shapiro - Zorked

8.2

8.2/10
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