Review: isoscope – Ten Pieces

Vielschichtigkeit auf die Spitze getrieben: Noise, Indie Rock, New Wave, Metal, etc. auf dem Debütalbum der Band aus Berlin.

isoscope stammen aus Berlin, legen mit ihrem Debütalbum „Ten Pieces“ (Noisolution) gleich ein allumfassendes Werk vor. So viele Einflüsse und Stilarten, es wird einem ganz schwindelig dabei.

Vielschichtigkeit bekommt eine neue Ausprägungsstufe. Nehmen wir etwa einmal Opener und Closer. „In the Absence of a Guide“ eröffnet mit flirrenden und kämpferischen Noise Rock. „Diamond Cells“ beendet die Platte mit wuchtigem Prog Rock, den King Gizzard & The Lizard Wizard wohl auch gerne auf ihrem neuen Album gehabt hätten. Wie konnte das passieren?

Ein Rätsel, das ungelöst bleibt. Ist auch egal, erfreuen wir uns an dieser wundervollen Platte. „Empty Plaza“ bietet Post Hardcore mit sehr ruhigem Auslauf an. Es folgt waveiger, stimmungsvoller Indie Rock auf „The Beach“.

Skippen wir kurz vor, da hätten wir doch mit „Starting a Fire“ ein Paradebeispiel. David Bowie hüllt sich in düsteres Gewand, schnallt sich die Gitarre um und lässt sie repetitiv Brummen. Dann wird die Atmosphäre lockerer, bevor wir in den Noise stolpern. Und das alles in nicht ganz sechs Minuten.

Toll auch der Thrash auf „Metametal“ und der tingelnde Aufruhr auf „Parts“. Punk-Hymne gibts auch, „World’s End“ heißt die.

Fazit: Jetzt bräuchten wir doch etwas Führung.

isoscope - Ten Pieces

8.7

8.7/10