Review: Hot Garbage – Ride

Die Psych-Band aus Toronto setzt zu einem ersten, vielversprechenden Ausritt an.

So direkt und roh wie möglich wollten Hot Garbage ihr Debütalbum „Ride“ (Mothland) gestalten. Die Songs wurden live eingespielt, zusammen mit Graham Walsh (Holy Fuck), einem eher der elektronischen Musik Nahestehendem. Dennoch passte die Mischung und „Ride“ ist ein tolles Neo Psych-Album geworden.

Die Songs schlingern durch einen Nebel aus Fuzz und Hall. Alles ist sehr psychedelisch gehalten, aber auch Nuancen von Post Punk und Noise schimmern durch. Der Titeltrack, der das Album abschließt, fällt mit seinem starken Hang zur Elektronik und eher schwierigen Rhythmus etwas aus dem Konzept, gerät deshalb aber auch so gut.

Davor gibt es dann schön wuchtigen Neo Psych, mal melodischer, dann stampfender. Nicht gar so erfrischend, wie der Titeltrack, dafür nicht weniger gut.

„Sometimes I Go Down“, ein wuchtiger Hit als Opener. Dann cool surfiger Sixties Psych mit „Rinsed“, wundervoll! „Shadowmaster“ gibt sich direkt, im Gesang verhallt. „She Figured It Out“ driftet mystisch dahin. Eigentlich sind wir schon jetzt vollkommen überzeugt.

Aber dann kommt das tolle, fuzzy verhuschte „X-Ray“ und das verträumt groovende „Soft As Gold“. Und schließlich das ausufernde „Fantasma“ mit packendem Groove und breiten Soli. Fantastisch!

Fazit: Großartige Neo Psych-Platte.

Hot Garbage - Ride

8.9

8.9/10
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