Review: Ghost Woman – Anne, If

Mit Blumen im Haar am Lagerfeuer.

Evan Uschenko hatte als Ghost Woman einen Garage Rock-Start hingelegt, der dann auf dem ersten Album vergangenes Jahr gebremst wurde. Ein wenig eintönig, mit guten Songs zwischendrin, aber insgesamt beliebiger Sixties Folk. Nun der zweite Anlauf, um wieder Tempo aufzunehmen: „Anne, If“ (Full Time Hobby).

Erneut hat Uschenko im Alleingang geschrieben, eingespielt und aufgenommen. Dennoch hat er es geschafft, sein Spektrum zu erweitern. Er bleibt dabei weiterhin im Rahmen Sixties Psych und Folk Rock, die Garage ist nun ganz gestrichen.

Wunderschöne Songs kann er schreiben, der Uschenko. „Broke“ etwa, angenehm, aber auch ausufernd. Oder „3 Weeks Straight“, catchy und sehnsüchtig. „Street Meet“ ist jammig, „The End of a Gun“ sonnig. Immer ein bisschen Hippie, aber auch den Cowboyhut ins Gesicht gezogen. Mit „Tripped“ sitzen wir am Lagerfeuer, „Down Again“ sucht die Weite.

Dann aber auch immer wieder schläfrige Nummern, wie „Airline“. Nicht ohne Reiz, aber ein wenig mehr Enthusiasmus wäre schön gewesen. Solche Stellen bleiben dieses Mal aber Ausnahmen, somit eine Verbesserung im Vergleich zum Vorgänger.

Fazit: Tut keinem weh.

Ghost Woman - Anne, If

7.7

7.7/10