Review: Garcia Peoples – Dodging Dues

Jam Rock, mit sensibler Rampensau-Attitüde.

Ein paar Jam Rock-Platten haben Garcia Peoples bereits veröffentlicht. Stets ließ es die Band aus New Jersey bisher in langen Songs gemütlich angehen. Einen neuen Blickwinkel eröffnet nun „Dodging Dues“ (No Quarter).

Die Songs wurde im Februar und Oktober 2020 mit Matt Sweeney aufgenommen und zeigen die Garcia Peoples gleichzeitig fokussierter und vielschichtiger. Weiterhin befinden wir uns beim Jam Rock, der um komplizierten Folk erweitert wird. Dabei ist die Band nie zu abgefahren, versucht nur verschiedene Stimmungen abzubilden. Zudem sind die Songs deutlich kürzer als gewohnt.

Nur „Here We Are“ überspringt die Vier-Minuten-Marke deutlich. Der Song klimpert zunächst gemütlich, umarmt, packt dann gegen Ende zu. Ein Motiv, dass sich durchzieht. Während „False Company“ muskulös rockend eröffnet, ziehen sich „Cold Dice“ und „Tough Freaks“ etwas zurück. Dennoch ist da Fröhlichkeit, ja trunkene Euphorie.

Sehr deutlich auf „Stray Cats“ dargestellt, dass Arm im Arm mit uns dahinwankt. Am Ende dann zunächst das wunderschöne „Cassandra“, gefolgt vom Pub-Rocker „Fill Your Cup“. Sie schließen ein tolles Album ab und wir wissen gar nicht mehr wohin mit all den ganzen Gefühlen.

Fazit: Immer diese Gegensätze.

Garcia Peoples - Dodging Dues

8.4

8.4/10