Review: Electric Eye – Horizons

Die Psych-Rocker aus Norwegen werden eins mit der Natur.

Bereits 2018 hatten sich Electric Eye für ihr viertes Album in einen Leuchtturm auf der norwegischen Insel Utsira zurückgezogen. Es wurde gejammt, man sog die Natur in sich auf, schaute zusätzlich in den Pausen noch Dokus über Vulkanausbrüche und Unterwasserexpeditionen.

So steht das nun erschiene „Horizons“ (Fuzz Club) unter dem Eindruck der Naturgewalten. Die Norweger versuchen dies mit ihrem Psych Rock einzufangen. Er kommt wellenartig daher, blubbert, bäumt sich dann auf und kommt zur Eruption. Die Sounds sind organisch, dann wieder spaceig.

Electric Eye schaffen es gut, die verschiedenen Naturphänomene in ihre Musik zu übertragen. Der krautige Jazz brodelt etwa unruhig auf „En Bekymringsfri Koloni“, wird auf „The Sleeping Sharks“ zum Unterwasser Psych Rock der bedrohlichen Art.

Schön das Zusammenspiel von Warmem und Außerirdischem auf „Last Call At The Infinity Pool“, fantastisch das ungestüm fuzzy „Den Atmosfaeriske Elven“.

„Lighthouse Rock“ groovet organisch dahin, während „Our Water Is On Fire“ einen Strudel nach unten erzeugt. Wir fühlen uns ganz gebeutelt, wie nach einer Schifffahrt auf unruhiger hoher See.

Fazit: Ein gelungenes Naturexperiment.

Electric Eye - Horizons

8.5

8.5/10
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