Review: Ed Schrader’s Music Beat – Nightclub Daydreaming

Definitiv keine Partyplatte.

Eigentlich wollten Ed Schrader und Devlin Rice als Ed Schrader’s Music Beat ein fröhliches Tanzalbum machen. Den Faden da aufnehmen, wo man ihn beim reich orchestrierten, dennoch noiseigen 2018er „Riddles“ liegen gelassen hatte. Doch dann kam die Pandemie und der Tod von Drummer Kevin O’Meara und die Stimmung war getrübt.

So ist „Nightclub Daydreaming“ (Carpark) kein fröhliches Tanzalbum sondern geprägt von Reduktion, Zurückhaltung und Melancholie. Die vierte Platte des Duos aus Baltimore, das mit David Jacober einen neuen Mann fürs Schlagzeug gefunden hat, geht zurück an die Anfänge, gibt den Songs viel Raum, streift dabei jegliche Punk- und Noise-Wurzeln ab.

„Pony in the Night“ bricht als Opener unvermittelt herein, hat hier noch dancey Post Punk dabei, kippt aber recht rasch in die Dunkelheit ab. „This Thirst“ folgt als düsterer Hit mit ausladenden Posen. Dann ist genug mit Clubatmosphäre, man begibt sich an die Bar, ist mit seinen Gedanken allein.

Der stimmungsvolle Teil erhält mit „Black Pearl“ einen Gefühlsausbruch. Danach ist man gereinigt, lässt „Echo Base“ sogar etwas schneller werden. „Berliner“ brodelt dahin, bis dann der Closer „Kensington Gore“ anschmiegsam wird. Aber auch hoffnungsfroh, das Leben geht dann doch irgendwie weiter.

Fazit: Nachdenklich in der Disco.

Ed Schrader's Music Beat - Nightclub Daydreaming

8.4

8.4/10
It's only fair to share...Share on Facebook
Facebook
Tweet about this on Twitter
Twitter
Pin on Pinterest
Pinterest
Email this to someone
email