Review: Dry Cleaning – Stumpwork

Die Post Punk-Band gibt sich auf dem zweiten Album offener.

Nach dem letztjährigen Debüt „New Long Leg“ hatten wir von Dry Cleaning mehr Varianz gefordert. Das löst die Band aus London nun mit dem Nachfolger „Stumpwork“ (4AD) ein.

Wobei sich die Grundlage wenig geändert hat: Florence Shaw spricht ihre Texte auf ein Post Punk-Bett. Dieses Bett wird aber auf der neuen Platte stets frisch angelegt, sehr oft. Keine zwei Songs gleichen sich, Improvisationen werden zugelassen und auch ausufernde Jams.

So wie etwa auf dem hervorragenden „Hot Penny Day“, das Wah-Wah, Orientalisches und Psych Rock zusammenführt. „Anna Calls From The Arctic“ eröffnet gediegen und jazzig. Insgesamt bleiben Dry Cleaning gemütlich, geraten oft ins Schiefe, wie auf dem eiernden „Icebergs“.

Flotter und knackiger dann „Don’t Press Me“, fast sieben Minuten lang, mystisch und reduziert „Liberty Log“. Alles geht und wir sind hocherfreut darüber.

Fazit: Ein Mut, der belohnt wird.

Dry Cleaning - Stumpwork

8.4

8.4/10