Review: Dion Lunadon – Beyond Everything

Der New Yorker verarbeitet Garage Rock und Punk zu einer leidenschaftlichen Platte.

Was für einen befremdlichen Opener Dion Lunadon (ex A Place To Bury Strangers) da für sein neues Album gewählt hat. „Beyond Everything“ (In The Red) startet auf „Goodbye Satan“ mit schiefer Orgel, einfachsten Drums. Mehr ein Rausschmeißer, doch dann entwickelt sich der Track zu leidenschaftlichem Garage Rock und baut einen Sog auf, der bis zum Ende des Werks anhält.

Das zweite Album des New Yorkers basiert auf einer Sammlung von 100 Songs. Lunadon wollte eine Platte machen, die man immer wieder hören möchte und wählte aus den ganzen Tracks eine Mischung aus Überraschendem und Einnehmendem. Und man möchte sofort auf Repeat gehen, Mission also geglückt.

Lunadon bietet viele Ansätze. Vom antreibendem Punk („By My Side“, „Living And Dying With You“) geht es zum schlingernden Garage Rock („It’s The Truth“). Schön, wie er immer wieder Haken einbaut. So etwa auf dem zunächst noiseig reduziertem „Pink X“, das einen tollen Ausbruch erlebt.

Wundervoll das brummend psychedelische „Elastic Diagnosti“. Schaurig „Too Hard To Love, Too Young To Die“, überfallsartig „Glass Doll“. So viel Energie, so viel Experimentierfreude.

Fazit: Gehört auf Dauerschleife.

Dion Lunadon - Beyond Everything

8.9

8.9/10