Review: Charlie & the lesbians – Fade

Räudiger Post Punk auf diesem Debüt, der immer wieder für einen Twist gut ist.

Nach der 2019er Doppel-EP „Paper Trails of Happiness„, die zwischen hartem Garage Punk und Noise Rock pendelte, legen Charlie & the lesbians nun ihren ersten Longplayer vor. „Fade“ (Bottom Shelf) nennt er sich, lotet den Begriff Punk neu aus.

Die Band aus Eindhoven hantiert nun mit Post Punk als Grundlage, weiß aber Wendungen einzuführen. So steuert man den stoischen Groove oft zum Mosh, dann zum Haudrauf-Punk. Immer schön LoFi, immer von Shouts begleitet.

Gleich der Opener „Fade Away“ führt dieses Prinzip ein. Der räudige Post Punk wird von Fuzz-Rock-Parts abgelöst. Die Songs sind immer für einen Ausbruch gut. „Utopia“ ist etwa kühl und düster, wird dann krachend.

Derselbe Trick also, wird das nicht öde? Er funktioniert über die Lauflänge, gerade auch weil die Band so spuckend, kratzend unterwegs ist, die Scheiß-drauf-Attitüde stolz vor sich herträgt.

„Manic Laughter“ schleppt sich träge, wird dann schnell. Fast schon doomig dann „Hating My Life“, doch auch hier wird es rasant. „Bird“ fällt dann sehr catchy aus, womöglich das Highlight der Platte.

Fazit: Mehr Punk geht nicht.

Charlie & the lesbians - Fade

8.2

8.2/10
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