Review: Caleb Landry Jones – Gadzooks Vol. 1

Farbenfroh, vielseitig, schräg, psychedelisch und insgesamt abgefahren.

An seinem letztjährigen Debütalbum „The Mother Stone“ hatte Caleb Landry Jones sein ganzes Leben gearbeitet. Der Nachfolger wurde schneller fertig. „Gadzooks Vol. 1“ (Sacred Bones) schrieb er während Drehpausen, spielte es dann in intensiven Sessions ein.

Die Platte ist nicht gar so überfrachtet wie der Vorgänger. Es bleiben das Übersprudelnde, das Psychedelische, die abrupten Wendungen. Vom Psych Pop zum Garage Rock zum Experiment in wenigen Sekunden. Dennoch bleibt der mittlerweile in Brooklyn lebende Songwriter fokussierter.

Die Songs verfolgen unterschiedliche Ansätze, enden oft abrupt. Der Opener „Never Wet“ ist im Kern Garage Rock der Marke Ty Segall, „Yesterday Will Come“ schmiegt sich sanft an Sixties Pop an. Schräg wird es mit „The Loon“, engagiert mit „Bogie“. „Gloria“ ist ein sehr schönes Klangexperiment.

Sowieso Klangexperiment: Am Ende wird noch das 20-minütige „This Won’t Come Back“ entfesselt, das zum Großteil aus einem bunten Strauß an Sounds besteht. Lässt sich immer noch nicht einfangen, dieser Caleb Landry Jones.

Fazit: Selbstbewusste, barocke Psych-Platte.

Caleb Landry Jones - Gadzooks Vol. 1

7.8

7.8/10
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