Review: Boris – W

Die japanische Experimental-Metal-Band spült die Härte weg.

Boris hatten auf dem 2020er „No“ wohl ihre härteste Seite gezeigt. Doom wurde mit Hardcore Punk gemischt. Nun erscheint mit „W“ (Sacred Bones) das Nachfolgewerk. Aus „No“ wird „Now“, die beiden Platten ergeben ein Ganzes.

Das beginnt mit dem Opener „I Want to Go to the Side Where You Can Touch…“, der den „No“-Closer „Interlude“ aufnimmt. Das Dröhnen verflüssigt sich, erhält einen mystischen Touch.

„W“ wäscht die Härte mit sanften Flächen weg. Da ist immer noch Noise, aber eher in zurückhaltender Art. Das sanfte Pumpen, das trippige Schlagzeug und das geschmeidige Klackern dominieren das Album.

„Drowning by Numbers“ ist etwas lauter, Metal und die bösen Gitarren blitzen auf „The Fallen“ auf. Episch dafür „Beyond Good and Evil“, verloren „Old Projector“. Auf „Jozan“ lässt man den Punk ganz weit in der Ferne rumpeln. Da rollt wieder etwas auf uns zu. Und sicherlich werden Boris uns demnächst verraten, was das ist.

Fazit: Reinigende Platte.

Boris - W

8.1

8.1/10