Review: Black Lizard – Heads

Whatever happened to my sixties psych?

Am Anfang waren die Black Lizard sehr nahe bei Brian Jonestown Massacre, hatten sich dann mit dem 2018er „Celebration Of A New Dawn“ eher den Byrds und catchy Sixties Psych verschrieben. Mit dem neuen, insgesamt vierten Album „Heads“ (Fuzz Club) gibt es nun eine erneute Kehrtwende.

Die Band aus Helsinki hat sich nun den Garage Rock der 2000er genauer angesehen. Sehr deutlich werden Erinnerungen an den Black Rebel Motorcycle Club wach. Allerdings setzen Black Lizard doch noch auf ihre Sixties Psych-Wurzeln.

So fallen die Songs weniger bluesig, dafür luftig und stellenweise hypnotisch aus. Und so ganz wollte man sich auf den erdigen Rock auch nicht verlassen, es blitzen immer wieder gediegene Stücke hervor.

Vor allem im Mittelteil wird es sehr zugänglich und schwebend. Davor mit „Leather Dreams“ und „Killfire“ zwei tolle, antreibende Nummern. Danach auch. „Soul Riot“ entwickelt einen Sog, „66Sick“ hat die Mundharmonika im Anschlag.

Der Platte fehlt es damit an der letzten Konsequenz, die Garage Rock-Richtung durchzuziehen. Eine reine Konzeptplatte wäre vielleicht besser gewesen, so muss man die Stellen herauspicken, die gefallen. Mehr Singles-Compilation als Album. Insgesamt überwiegen aber die guten Nummern.

Fazit: Durchwachsen, auf hohem Niveau.

Black Lizard - Heads

7.2

7.2/10
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