Review: Ashinoa – L’Orée

Elektronik, so geheimnisvoll wie die Natur.

Auf ihrem 2019er Debütalbum „Sinie Sinie“ lieferten Ashinoa noch düstere, krautige Sounds. Für „L’Orée“ (Fuzz Club) ging man auf Erkundungstour und bietet uns insgesamt wärmere, doch auch experimentellere Klänge an.

Aufgenommen hat die Band aus Lyon ihr zweites Album in einer einsamen Hütte inmitten der Natur. Die dortigen Geräusche beeinflussten die Platte. Strukturen wabern, werden aufgebrochen, dann doch wieder mit Künstlichem vereint.

Die elektronischen Instrumente liefern Mystisches und Forsches. „Vermillion“ eröffnet das Album etwa mit einer Vielzahl an Ideen, die schließlich von einem aufreibenden Beat überrollt werden. Es bleibt geheimnisvoll, stellenweise flirrend, wie auf „Feu De Joie“, bei dem ein rockiger Ausbruch lauert.

Ashinoa haben ein vielschichtiges, stimmungsvolles Album aufgenommen. Neben Skizzen gibt es umfassende Tracks, wie etwa das brummende Breakbeat-Stück „Unknown To Myself“. Toll die Sampling-Versuche auf „Bade BaidebSz“, herausfordernd das wuchtige „Yzmenet“.

Fazit: Von Naturgeistern besessen.

Ashinoa - L'Orée

8.2

8.2/10