Review: Andrea Van Cleef, Diego Potron – Safari Station

Die Italiener erkennen ihre gemeinsame Vorliebe für dunkel Driftendes.

Andrea Van Cleef ist im Psych Folk und Stoner verwurzelt, Diego „Deadman“ Potron betreibt eine One-Man-Trash-Blues-Band. Eigentlich schon verschieden, dennoch wurde den Italienern nahegelegt doch mal gemeinsam ins Studio zu gehen.

Das taten sie dann auch, nahmen Drummer Piero Perelli und Keyboarder Nicola Peruch mit. Herausgekommen ist „Safari Station“ (Rivertale Production / Timezone Distribution), ein Werk zwischen düsterem Western und gefühlvollem Rock.

Die Klammer ist „Rise Above All Gods“ und der Titeltrack, als Opener und Closer der Platte. Dort wird düstere Western-Stimmung generiert, verloren streift man umher. Dazwischen spielt sich alles mögliche ab.

Mit „In Zaire“ erhält man ein Cover des Disco-Rock-Klassikers von Johnny Wakelin. Hier wird die Cheesiness mit mystischem Afrobeat abgewaschen. Dafür wird die Schmerzgrenze mit dem funky „You Can’t Hide Your Love Away“ und dem Eighties-Synthie-Track „Mozuela“ niedriger gesetzt.

Dennoch überwiegen die guten Songs. Das stimmungsvolle „Spiderweb Blues“ etwa oder das schräg psychedelische „Kay Zansét“ wissen zu überzeugen. Ebenso „You And I Were Born For Better Things“, das zur Hypnose ansetzt.

Fazit: Tiefe Dunkelheit mit blinkenden Momenten.

Andrea Van Cleef, Diego Potron - Safari Station

7.2

7.2/10
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