Review: Alien Nosejob – Stained Glass

Australische Rockgeschichte, erzählt von einem Kenner.

Stets ist man gespannt, was der Australier Jake Robertson für sein Alien Nosejob-Projekt so parat hat. Hardcore oder Post Punk? Trashiger Garage Rock? Oder doch ganz was anderes?

Auf „Stained Glass“ (Anti Fade / Total Punk) werden wir erneut überrascht. Wir finden deutliche Anleihen an AC/DC wieder. Ausufernde Riffs werden auf einen einfachen Beat gesetzt. Doch da steckt noch so viel mehr drin.

Weitere deutliche Anleihe: Ausmuteants, diese legendären Garage-Rocker, bei denen Robertson zufälligerweise auch dabei war. Also: Eine kleine Aufarbeitung australischer Rock-Musik, die Stifte sind gezückt.

Mit „Beatles vs. Stones“ legt Robertson eine falsche Fährte und statt Sixties Rock gibt es High Energy Rock. In der Folge legt er ihn punkiger („Post Punk Posers“ / „Mouldy Dough“), dann cheesier („Shuffle Boogie“) an. Immer das simple Groove-Bett mit genügend Platz für Soli. Sehr schön ausufernd hier etwa „RNR Rubbish Bin“.

Und diese Catchiness, wie der Australier etwa „Sharp as a Needle“ so herrlich locker aus dem Ärmel schüttelt. Eine Platte, die sehr viel Freude macht und so gar nicht peinlich ist.

Fazit: Dicke Hose, unaufdringlich.

Alien Nosejob - Stained Glass

8.7

8.7/10