Monatsrückblick: Die 5 besten Platten im Januar 2024

Das Album des Monats kommt von Ty Segall.

Das Album des Monats: Ty Segall – Three Bells

Keine Freedom Band mehr, nur noch der olle Eiermann samt Frau. Ty Segall zieht sich weiter zurück, Freunde tauchen nur noch hier und dort auf, zumeist ist es er und Cooper Crain, die da werkeln. Und natürlich Denée. Ein introvertiertes, verkünsteltes Album, das dann doch auch ausladende und eingängige Momente hat. Wie Segall innerhalb von Flügelschlägeln vom Art Punk zum Folk Rock wechseln kann, fantastisch. Ausladend und eigentümlich, kauzig und groß.

Das Psych Rock-Album des Monats: Hot Garbage – Precious Dream

Nach tollem Debüt aus Neo Psych und Glitter kehrt die Band aus Kanada mit Post Punk zurück. Düstere Noten für psychedelische Fieberträume. Reverb dominiert weiterhin, es groovet nur ein wenig mehr und monotoner. Fuzz Fest, Chaos, aber auch immer die Tür offen für ein wenig Dream Pop. Mit dem zweiten Album den guten ersten Eindruck bestätigt.

Das Noise Rock-Album des Monats: Bloody Head – Perpetual Eden

Gewaltiges aus Nottingham: Meter hohe Lärmwände, die dann in alle Farben zerfließen. Noise, fluffiger Punk, cooler Psych Rock. Hauptsache viele Schichten. Ein schönes Gesamtwerk, das die zahlreichen Stile gut ineinander greifen lässt. Die Stille nach dem Sturm, das Dröhnen nach dem sanften Klimpern.

Die Folk Rock-Platte des Monats: Øyvind Holm – Paradox of Laughing

Norwegischer Dauerbrenner, dabei wendig wie ein junges Kätzchen. Hier mit kalifornischem Folk Rock und Psych Pop hantierend. Sehnsuchtsvolle Stücke werden von flotten Rockern abgelöst. Da taut jeder auf.

Die Garage Rock-Platte des Monats: Hazehound – Macrodose

Die Haare lang, der Joint fett, die Pilze kicken auch langsam, das Bike unter dem Hintern wird zu Butter. Hazehound spielen ihren Garage Rock mit Seventies-Einfluss. Die Hells Angels hätten wohl ihre wahre Freude daran. Die Puppen tanzen im Tal, der Himmel weint Tränen aus Lysergsäure.