Review: Chemtrails – The Joy of Sects

Boney M. trifft Fat White Family trifft Osees.

Die Chemtrails lieferten über zwei Platten hinweg catchy Garage Pop mit einer Brise Grunge. Für das neue Werk „The Joy of Sects“ (PNKSLM) änderte man ein wenig den Plan. Zusammen mit Margo Bloom, die schon der Fat White Family auf den Weg geholfen hatte, versprühte man ein wenig mehr Glitter.

Das neue Album ist tanzbarer, mehr auf Disco getrimmt. Weil wir sie schon gedroppt haben: Die Fat White Family hört man definitiv heraus. Die ersten beiden Songs haben denselben schiefen Slacker-Beat und diesen weirden Pop-Appeal. Doch da steckt noch mehr drin.

Eine Boney M.-Referenz auf „Business Class War Paint“ oder Osees-Geschredder auf dem famosen „Superhuman Superhighway“. Der LoFi-Charakter der vorherigen Werke ist weg, alles ist größer, fetter, bunter. Steht der Band aus Manchester aber recht gut. Auch wenn wir gegen Ende hin einen längeren Atem brauchen.

Wer aber nicht ganz bis zum Schluss durchhält, der verpasst das fuzzige „(Post-Apocalypstick“) und somit ein Highlight. Das Ganze ohne ein wenig Fett und im EP-Format, das wäre was gewesen. So ein wenig zu viel.

Chemtrails – The Joy of Sects: Tanzbarer Garage Rock, der sehr schnell satt macht. RIFL

7
von 10
2024-01-25T13:59:38+0100