Review: Hot Garbage – Precious Dream

Die Psych-Rocker öffnen dem Post Punk die Tür.

2021 hatten Hot Garbage mit „Ride“ ein tolles Debüt hingelegt. Es war schillernder Neo Psych mit viel Fuzz und Hall. Das zweite Album geht nun andere Wege. „Precious Dream“ (EXAG` / Mothland) präsentiert sich schon am Cover nicht mehr so farbenfroh sondern eher brutalistisch.

Musikalisch schlägt sich das in einem Mehr an Post Punk nieder. Düsterer, stoischer, repetitiver. Die Band aus Kanada schiebt den Garage Psych aber nicht beiseite, der bleibt dominant.

Etwa auf dem cool surfigen „Look at My Phone“ oder dem Fuzz Fest auf „Tunnel Traps“. Insgesamt zeigen sich Hot Garbage aber von ihrer dunklen Seite, eröffnen mit dem chaotischen „Snooze You Lose“ und nehmen diese Spur immer wieder auf.

Im letzten Drittel mischen sich hellere Töne unter. Zunächst mit „Sarabandit“, dann zum Abschluss auf dem Dream Pop-Track „Erase My Mind“. Die neuen Impulse sorgen jedenfalls für eine vielseitige Platte, die sich mit dem großartigen „Ride“ durchaus messen kann.

 

Hot Garabage – Precious Dream: Reverb heavy Psych Rock mit stampfenden Post Punk RIFL

8.5
von 10
2024-01-24T12:52:19+0100