Review: Bloody Head – Perpetual Eden

Die Chaostruppe aus Nottingham mit einem neuen, gewaltigen Release.

Alles geht bei Bloody Head. Genremäßig kaum einzuordnen, liefert die Band aus Nottingham unter dem Banner der harten Gitarrenmusik immer wieder chaotische Sounds ab. Auf „Perpetual Eden“ (Wrong Speed), dem insgesamt siebten Release, herrscht ein wenig mehr Ordnung.

Wucht ist da, Noise auch, aber auch viel Wiederholung und psychedelische Strukturen. Punk zerfließt, Sludge kommt zur Besinnung. Alles dennoch recht düster, aber auch so einfach zu konsumieren, wie es bei Bloody Head bisher noch nie der Fall war.

Gleich der Opener „There Is No Authority But Yourself… And Everyone Else“, zwar zwingend und packend, besticht mit angenehmen Punk. Cool dann sogar „Sid & Gary“. Superfetter Rock, an den Ecken ein wenig ausgefranst.

Kaum Schwächephasen, eine sehr stringente Platte mit Phasen der Ruhe, etwa auf „Unfold Your Own Myth“. Oder auf dem extravaganten Closer „The Temple Collapses“, das zwischen Folk, Drone und Heaviness daherkommt.

Braucht man für die tristen Tage eine schwere Platte, sollte es die hier sein. Baut in seiner Gnadenlosigkeit doch auch auf.

Bloody Head – Perpetual Eden: Schwerer Rock, der doch einfach zu ertragen ist. RIFL

8.5
von 10
2024-01-15T15:14:30+0100