Review: Hazehound – Macrodose

Ins Tal der Puppen mit den Garage-Bluesern aus Montreal.

Knietief in den 1970ern: Im Video zur Single „Tailspin“ rollen die Bikes, es wird konsumiert und die Puppen tanzen. Der Song stammt von „Macrodose“ (From The Urn / Toys Of Disharmony), dem ersten Album der Band Hazehound.

Ihr Garage Rock ist bluesig, der Boogie anzüglich, der Sound insgesamt sehr roh. Die LP? Direkt, druckvoll, verspielt. Gleich mit dem Titeltrack gehen die Kanadier in einen langen Jam, der durchaus zu fesseln weiß.

Immer wieder lassen es Hazehound fließen. Dann, wenn die Dosierung ihren Kick erreicht hat. Es geht auf die Straße, das Motorrad dröhnt, die Mähne weht im Wind.

Ganz schön altmodisch, aber auch schon sehr ansprechend. Gerade die unbehandelte Aufnahme entwickelt seinen Reiz. Da ist kein Lametta, nur pure Männlichkeit.

Hazehound – Macrodose: Seventies Garage Rock mit ordentlich Blues und Testosteron. RIFL

8
von 10
2024-01-10T13:13:46+0100