Monatsrückblick: Die 7 besten Platten im Oktober 2023

Das Album des Monats kommt von Goat.

Das Album des Monats: Goat – Medicine

Irgendwie war das Konzept von Goat ein wenig festgefahren in den letzten Jahren. World Music Psych mit verschiedensten Einflüssen, aber dann doch immer recht ähnlich. Als man meinte, da kommt nichts mehr, plötzlich die Überraschung in Form von „Medicine“. Eine sehr fokussierte Platte, nicht so getrieben. Schwedischer Prog-Folk der 1970er als Grundlage und auch nur das. Ein psychedelischer Sog, der vom Start weg nicht mehr loslässt. Fuzzy Rocker neben tänzelnden Stücken. Wir sind glückselig.

Die Post Punk-Platte des Monats: EXEK – The Map and the Territory

Eigenartiger, irgendwie auch spaceiger Post Punk in Zeitlupe. Sechste Platte des Sextetts aus Australien und ein paar Dinge liefen dieses Mal anders. Das wohl homogenste Werk, nach eigener Aussage, als Gemeinschaft erarbeitet, auf die Live-Situation zugeschnitten. Und homogen ist die Platte allemal. Ein fiebriger Traum voller Merkwürdigkeiten, aber auch großen Pop-Momenten.

Die Party Punk-Platte des Monats: Dick Move – Wet

Bleiben wir in der Gegend, schwenken nur ein wenig, sind wir in Neuseeland. Dort fabriziert Dick Move politischen Party Punk. Ja, geht. Das Patriarchat im Rausch bekämpfen, den Sexismus Vollgas gegen die Wand fahren lassen. Gemächliches Gepolter trifft auf dicken Rock. Lassen wir es krachen!

Die Space Kraut-Platte des Monats: Speck – Eine Gute Reise

Trio aus Wien, das sich dem High Energy Space Kraut zuordnet. Hier mit der zweiten Platte, die einen tollen Drive hat und sorgfältig zusammengewebt ist. Aufgenommen in Eigenregie, dabei einen super Sound hinbekommen. Rein instrumentaler Trip, aber einer, der unvergesslich bleibt.

Die Garage Rock-Platte des Monats: Alien Nosejob – The Derivative Sounds of​.​.​. Or​.​.​. A Dog Always Returns to its Vomit

Jake Robertson hat schon viele Genres ausprobiert, hier geht er zurück ins Archiv. Dorthin, wo er mit Frowning Clouds folkigen Psych Pop spielte. Der Australier hatte noch ein paar Nummern aus der Zeit übrig. Manche überarbeitete er, andere ließ er so. Insgesamt Sixties Garage mit einer Spur Blues und etwas Surf. Sicherlich einer der melodischsten Outputs als Alien Nosejob.

Die Punk-Platte des Monats: Upchuck – Bite The Hand That Feeds

Das Debüt war noch recht solide, die zweite Platte ist schon fast eine Sensation. Viel Zeit ließen die Punks aus Atlanta zwischen den Releases nicht verstreichen und die meiste davon verbrachten sie auch noch auf Tour. Das Tempo nehmen sie hier voll mit. Zusammen mit Ty Segall nahm man auf, ließ dazu etwas mehr Garage Rock und Fuzz rein. Tut dem Sound richtig gut.

Die beste No Wave-/Post Punk-Platte des Monats: Drunk Meat – Diagonale du vide

Duo aus Bordeaux mit einem erstaunlichen Debüt. Wie hier sich in den Düster-Sound die lockere Surf-Gitarre mischt. Wie sich catchy Synthie-Lines einfach so anschleichen. Herrlich! Ein recht simples Album, das man aber nicht unterschätzen darf. Gibt viele Überraschungen und einen einnehmenden Grund-Vibe. Schon irgendwie einzigartiges Werk.