Review: Flat Worms – Witness Marks

Großartiger Post Punk, vom Hardcore und Indie Rock beeinflusst.

Will Ivy, Justin Sullivan und Tim Hellman kommen schon aus verschiedenen Richtungen dessen, was man vielleicht unter „Indie“ oder „Garage“ zusammenfassen kann. Gemeinsam spielen sie als Flat Worms tighten, auf dem 2020er „Antarctica“ gar recht lauten Post Punk.

Nun mit „Witness Marks“ (GOD?) eine neue Platte. Ty Segall wieder dabei gehabt, für die Brise Garage Rock vielleicht, die dann doch immer durchblitzt. Beim famosen Opener „Sigalert“ etwa, bei dem brummenden Groove plötzlich hell aufgebrochen wird.

Inspiration war dieses Mal aber eher 80s Hardcore, dazu Aktuelles aus den Bereichen Indie Rock und Garage Punk. Dafür ist die Platte aber gar nicht mal so arg. Schon kantig, fiepsend und kreischend, aber auch immer wieder mal fluffig fließend. „SSRT“ etwa, super catchy.

Demokratisch hat man sich das Album erarbeitet. Vielleicht deshalb diese Spielfreude, diese Lust am Ausprobieren. Nie Phasen, die sich zu stark wiederholen, auch wenn das Korsett eng geschnürt bleibt. Ein wenig Noise und Hardcore hier, dann wieder eingängige Shouts.

Wie angenehm „16 Days“ dahingleitend, wie der Titeltrack so spielerisch zwischen anstrengend und liebenswert schwankt. Womöglich erleben wir das Trio in ihrer besten Flat Worms-Phase.


Fazit: Ein Highlight.

Flat Worms - Witness Marks

9.2

9.2/10