Review: Routine Death – Comrade

Wohltuende neue Ansätze für das Shoegaze-Duo aus Göteborg.

Das Ehepaar Zozaya hat nun endlich seinen Umzug nach Göteborg vollzogen und seinen Lebensmittelpunkt gefunden. Der Umbruch war dann ja auch Thema des 2019er „2 Weeks to 4 Months„. Für den Nachfolger haben sich die Zozayas als Routine Death nun etwas Zeit gelassen.

Comrade“ (Fuzz Club) erweitert den bisherigen Ansatz. Man lud lokale Musiker ein, arbeitete nicht nur als Duo an der Platte. So bietet sich auch soundtechnisch mehr an. Die bisherigen beiden Alben waren von LoFi Shoegaze geprägt, hier gibt es nun Abwechslung.

Zu Beginn ist noch alles beim Alten. „Rundgång“ verträumt, „Becoming A Monster“ mit schöner Wall of Sound. Dann mit „Maria“ und seiner einfachen Soundfläche der Bruch. Ab hier geht mehr.

Sound-Collagen, untermalt von Stampfen, auf „Look At The Glory Of Man“. Oder einen schiefen Beat auf „Yellow Food“. Dazu mit „Turnaround“ einen Pop-Hit und mit „Gouge Away“ viel Lockerheit. Hat sich ausgezahlt, zur Ruhe zu kommen.

Fazit: Vielseitig.

Routine Death - Comrade

8.6

8.6/10