Review: Frankie and the Witch Fingers – Data Doom

Psych Punks in gewohnt bunten Farben.

Ist es ein Vorteil für eine Band, wenn sie sich einen typischen Sound erarbeitet hat? Wenn man einen Song von dieser Band hört und nach zwei Sekunden weiß, dass es diese eine Band ist? Es gibt jedenfalls den Frankie and the Witch Fingers-Sound. Diese unverkennbare Mischung aus gehetztem und entspanntem Rock, die schnellen Tempowechsel, Psych Punk sagen sie dazu.

Irgendwie hatten sich die Kalifornier mit dem 2019er Meisterwerk „ZAM“ gefunden. „Data Doom“ (The Reverberation Appreciation Society / Greenway) setzt den Weg unbeirrt fort. Überraschungen gibt es keine, vielleicht für frische Hörer, die alten Witch Fingers-Hasen finden viel Bekanntes. Und das ist weiterhin sehr gut.

„Empire“, der über sieben Minuten lange Opener, bestätigt uns. Typisch, getrieben, dennoch lässig. Fuzz-Part, lockerer Groove, vollkommene Übertreibung. Toller Song! „Electricide“, eine wahre Freude. „Doom Boom“ etwas luftiger, mehr Synthies, wo an anderer Stelle der Platte das Saxofon übernimmt.

Mit „Mild Davis“ eine Prise Rock’n’Roll, dann schnell wieder Space Rock und wieder wird es eine klassische Nummer. Sollte jetzt dann doch mal was anders werden? Wir hegen jedenfalls den zarten Wunsch, mal leicht veränderte Frankie and the Witch Fingers mit der nächsten Platte zu erleben. Muss ja keine OSEES-Züge annehmen.

Fazit: Routiniert.

Frankie and the Witch Fingers - Data Doom

8.7

8.7/10