Review: Be Your Own Pet – Mommy

Teenage Years Are Over.

Gerade einmal vier Jahre lang hatten Be Your Own Pet damals existiert. Der Output war dabei rekordverdächtig. Zwei Alben, diverse EPs und Singles waren zwischen 2004 und 2008 erschienen. Das erste Album: Überdrehter Garage Punk. Sängerin Jemina Pearl gerade einmal volljährig, das Feuer loderte.

Sehr zu empfehlen auch die „Not Rocket Science“-EP, die die Infinity Cat-Outputs bündelte, ein wenig mehr LoFi und rumpelnder. Mit der zweiten Platte „Get Awkward“ war das dann mehr punkiger Garage Rock, aber immer noch voll okay. Der Bruch mit der Musikszene folgte, Pearl konzentrierte sich auf ihr Privatleben, bekam zwei Kinder.

Vergangenes Jahr das Live-Comeback der Band aus Nashville, mit „Mommy“ (Third Man) folgt nun das dritte Album. Konsequent der Titel, geht es doch auch um das Dasein als Mutter. „I’ve got two kids and a mortgage, what the fuck?“, heißt es etwa auf dem wundervollen „Goodtime!“.

Klar, die Probleme mit 36 sind andere. Aber: „Yes, I am still angry.“ („Big Trouble“). Aber auch sehr viel zurückhaltender. Der Sound knüpft eher an die zweite Platte an, lässt sich also Raum für Spielereien und Catchiness anstatt halsbrecherisch davon zu jagen.

Insgesamt eine durchaus brauchbare, wenn auch nicht sensationelle Platte. Stellenweise ein wenig cheesy, aber dann auch wieder mit fantastischen Momenten. Wie so ein Elternteil halt: Ab und zu peinlich, aber die Geborgenheit ist unverzichtbar.

Fazit: Immer noch frisch.

Be Your Own Pet - Mommy

8.2

8.2/10