Review: Upper Wilds – Jupiter

Bodenständiger Space Rock aus Brooklyn.

Die Upper Wilds, ein Trio aus Brooklyn, das irgendwie Art Punk mit Noise Rock verknüpft, das dann aber sehr melodisch klingen lässt. Mit „Jupiter“ (Thrill Jockey) erscheint nun der dritte Teil der Planetenserie, die uns zuletzt mit dem 2021er „Venus“ kantige Liebeslieder beschert hatte.

Dieses Mal fällt der Output mächtiger und wuchtiger aus. Überschattet vom ausufernden „10’9″“, das coolen Groove unter Gitarrenwände schiebt. Sowieso: Für ein Trio klingen die Upper Wilds unglaublich groß und laut. Dazu dann diese Tightness und Grobkörnigkeit und fertig ist eine fantastische Rock-Platte.

Immer auch harmonisch, trotz Noise-Spitzen. Stets mitreißend und kraftvoll. Krautige Züge weist „Drifters“ auf, beinahe ein Space Rock-Song. Hymnisch dafür „Infinity Drama“, punkig „Radio To Forever“.

Dann noch mit „Books About UFOs“ ein schönes Hüsker Dü-Coer eingestreut. Nicht abgehoben, schön erdig. Mit Travis Harrison hatte man jemanden im Studio dabei, der zuletzt auch mit Guided By Voices und The Men wundervolle Platten abgeliefert hat. Und genau dazwischen schwanken die Upper Wilds unaufhörlich.

Fazit: Dicke Gitarrenmusik.

Upper Wilds - Jupiter

8.5

8.5/10