Monatsrückblick: Die 7 besten Platten im Juni 2023

Das Album des Monats kommt von Motorbike.

Das Album des Monats: Motorbike – Motorbike

Aus Versehen finden sich ein paar Punks aus Cincinnati zu Motorbike zusammen. Allesamt behangen mit Medaillen für Verdienste an der schnellen Rock-Musik, eingeheimst u.a. bei der Hype-Band The Serfs. Mit Motorbike hauen sie ein tolles Rock’n’Roll-Album raus, das sich zwischen mehrere Stühle setzt. Post Punk-Groove, rohe Haudraufnummern, die eine oder andere Power Pop-Revue eingestreut. Hoffen wir auf mehr davon.

Das Psych-Metal-Album des Monats: King Gizzard & The Lizard Wizard – PetroDragonic Apocalypse

Die australischen Psych-Rocker mit einem weiteren Ausflug zum Thrash. Dieses Mal nicht ganz so true wie das 2019er „Infest the Rats‘ Nest“, dafür ausufernder und jammiger. Die erste Hälfte in seiner Getriebenheit und leichten Monotonie ein wenig schwierig, dann sich steigernd und tolle Psych-Metal-Songs servierend. Im Format der Doppel-LP vielleicht ein wenig zu lang, die Highlights sind aber durchaus da.

Das Elektro-Psych-Album des Monats: Lorelle Meets The Obsolete – Datura

Lorena Quintanilla und Alberto González erfinden sich wieder einmal neu. Den schlingernden Garage Psych haben sie schon länger abgestreift, waren kurz beim fülligen Elektro, sind jetzt für „Datura“ fokussierter unterwegs. Immer noch elektronisch, oft shoegazeig, manchmal verträumt, aber stets berührend.

Das Rock-Album des Monats: Cory Hanson – Western Cum

Der gefühlvolle Cowboy entdeckt den Glam Rock: Cory Hanson und Band gehen auf dem neuen Album in die Vollen. Einsam strich der Kalifornier durch seine bisherigen Soloplatten, jetzt wird die Sau rausgelassen. Dennoch keine cheesy Angelegenheit, die Ernsthaftigkeit ist weiterhin gegeben, trotz vieler Albernheiten.

Die Detroit-Platte des Monats: The Stools – R U Saved?

The Stools spielen ein Best of Detroit Punk. Über Proto, Hardcore hin zum Garage Punk. Traditionell, geschichtsbewusst, nicht ohne die eigene Note einzupflegen. Ein bisschen Blues drübergestreut und schon wird die Mischung wieder einzigartig.

Die World Music Psych-Platte des Monats: TEKE::TEKE – Hagata

Ausgehend von japanischer Folklore bewegt sich die Band aus Kanada in alle Richtungen. Beispiele: Afrobeat, Psych Rock und Surf treffen auf französische Chansons und Loung Jazz. Bei all dem Durcheinander kommen aber großartige Songs heraus, die dennoch eine gewisse Schärfe haben.

Das Post Punk-Album des Monats: Cable Ties – All Her Plans

Fluffiger Groove mit schweren Themen behaftet: Die Band aus Australien hat etwas zu sagen und tut dies mit eingängigem Post Punk. Ausreißer zum scharfen Punk sind notwendig, kraftvoller Garage Rock unterstreicht den Auftrag. Eine gewichtige Platte.