Review: King Gizzard & The Lizard Wizard – PetroDragonic Apocalypse

Psychedelic Metal.

King Gizzard & The Lizard Wizard schrecken vor gar nichts zurück. Auch nicht vor einem Albumtitel, wie dem hier: „PetroDragonic Apocalypse; or, Dawn of Eternal Night: An Annihilation of Planet Earth and the Beginning of Merciless Damnation“ (KGLW). So heißt die insgesamt 24. LP der Band aus Australien. Es ist die erste für das Jahr 2023 – und ein Fingerzeig auf 2019.

Damals war „Infest the Rats‘ Nest“ erschienen, ein Konzeptalbum gewidmet dem Thrash Metal. Knappe halbe Stunde lang, sehr traditionell und knackig. Dieses Mal gönnt man sich eine Doppel-LP, ist dennoch unter einer Stunde im Ziel, auch hier wieder ausschließlich dem Metal verpflichtet. Trägt das Konzept über die Länge?

King Gizzard & The Lizard Wizard sind ja bekannt für ihre Varianz innerhalb eines Albums. Dann, wenn sie es richtig gut machen, entsteht Großes. An anderen Tagen wirken sie etwas überreizt. Metal braucht jetzt nicht unbedingt so viel Abwechslung, dennoch ist man bei „Witchcraft“ zur Hälfe ein wenig ermüdend. Es ist gefühlt der ewig selbe Groove, auch wieder leicht gehetzt, cheesy Riffs werden eingestreut und die Drums ballern los, aber eher in einer Monotonie.

Auszunehmen der grandiose Opener „Motor Spirit“, der ins Psychedelische abdriftet, ruhige Passagen zulässt, dennoch vorwiegend auf ansprechendes Geboller setzt. Tja, dann irgendwann „Witchcraft“, gut „Gilla Monster“ nehmen wir noch mit, bevor wir das hier beenden. Uns siehe da: ein Hit! Wieder topmotiviert geht es in die letzten beiden Nummern, je an die zehn Minuten lang und man bereut es nicht.

Die Varianz ist da, „Dragon“ fällt sehr einnehmend aus, mystisch und packend. „Flamethrower“ wandert dann über einen hypnotischen Beat zum Cyber Boogie und am Ende wissen wir gar nicht, wo wir am Anfang eingestiegen sind.

Fazit: Durchhalten!

King Gizzard & The Lizard Wizard - PetroDragonic Apocalypse

8.5

8.5/10