Review: The Shits – You’re A Mess

Wenn man Bock hat auf ein wenig Ultrabrutale.

Dieses Plattencover! The Shits mit ihrem zweiten Album „You’re A Mess“ (Rocket Recordings), irgendwo zwischen Pub und Fußballstadion, wir im falschen Trikot. Ganz so feindselig ist dann der Inhalt der Platte nicht.

Punk schon, auch mit tiefen Schlägen arbeitend, aber eher repetitiv und psychedelisch. „Psych-rock is dead, and The Shits are the executioners“, steht dazu im Pressetext. Als Totengräber machen sie sich wirklich gut, dennoch scheinen The Shits noch zu viel Freude am Hypnotischen zu haben, als das man es gänzlich zuschütten möchte.

Jedenfalls ein Ereignis, ein Album mit Alleinstellungsmerkmal. Punk mit Wall of Sound, räudig und ausufernd zugleich. Nur einen knackigen Track im Angebot, ansonsten auch mal über der Acht-Minuten-Marke unterwegs.

Schleppend, kratzbürstig, heftig, aber auch stimmungsvoll. Mit dem großartigen „Waiting“, dem ultrabrutalen „Bludgeoned To Death“, dem post-rockenden „I Regret Nothing (Parts 1 & 2)“. Wieder so eine tolle Band aus Leeds, die mit harter Musik rummacht. Scheint dort einen fruchtbaren Boden zu geben.

Fazit: Nichts geschissen, alles erreicht.

The Shits - You're A Mess

8.9

8.9/10