Review: Mudhoney – Plastic Eternity

Grunge-Legenden aus Seattle, immer in Bewegung.

Irgendwann mag man Veränderungen nicht mehr so gern. Bleibt lieber beim Bewährten. Mudhoney spielen etwa schon seit über zwei Jahrzehnten im gleichen Line-Up, greifen für die Produktion ihrer Platten gerne auf Johnny Sangster zurück. So auch beim elften Album „Plastic Eternity“ (Sub Pop).

Dennoch gab es ein paar Änderungen, die sich schlussendlich als fruchtbar herausstellten. Der Umzug von Bassist Guy Maddison nach Australien änderte den Ansatz, wie Mudhoney normalerweise ein Album schreiben. Die Songs durften sich nicht mehr organisch entwickeln sondern mussten binnen kürzester Zeit fertig und eingespielt sein.

Zudem brachte sich Sangster als Songwriter ein, hat Credits auf drei Tracks, u.a. dem fantastisch hypnotischem „Almost Everything“. Ansonsten: Soweit alles beim Alten.

Mudhoney, Legenden des Grunge, 35 Jahre nach dem wegweisenden „Superfuzz Bigmuff“ in einer nur marginal veränderten Ecke angekommen. Immer noch humorvoll. An vielen Stellen etwas gesetzter und nicht mehr gar so überdreht. Aber auch durchaus dem Punk zugetan, wie auf „Human Stock Capital“.

Jedenfalls immer noch relevant, was das Quartett produziert. „Severed Dreams in the Sleeper Cell“, sehr stark und durchaus eine Nummer, die länger nachhallt. Oder „Cascades of Crap“, wunderbar fuzzy. Schaffen nicht viele Bands, über so einen langen Zeitraum gute Alben rauszuhauen.

Fazit: Kann man nur gut finden.

Mudhoney - Plastic Eternity

8.6

8.6/10