Review: Sunflowers – A Strange Feeling of Existential Angst

Beinahe wäre es nichts geworden mit diesem wunderbaren Stück Psych Rock.

Die existenzielle Angst hat die Sunflowers gepackt. Wollen wir weitermachen? Ja, hieß die Antwort und nun haben wir das passende betitelte „A Strange Feeling of Existential Angst“ (Only Lovers / Stolen Body).

Es sind tatsächlich schwierige Zeiten, die zum Nachdenken und Hinterfragen anregen. Die Band aus Portugal hat zunächst ihre Existenz als Band auf den Prüfstand gestellt, dann den Sound. Der überfallsartige, brummende Garage Psych wurde geopfert.

Mehr Elektronik, mehr verträumte Passagen, gleich mit dem Eröffnungs-Doppel „Sonic Escapism“ dargestellt. „Within A Bubble“ fiepst dann angenehm in Richtung Elektro Rock. Der Titeltrack bringt die alten Sunflowers zurück. Noisey, aufgekratzt, ein paar mehr Manipulationen als früher. Mögen wir, aber auch die neuen Anstriche wissen sehr zu gefallen.

Die tolle Kraut Rock-Nummer am Ende etwa, „Electric Piety“, wundervoll. Oder das fuzzy dahinfließende „Colossus Complex“. Das ausgeflippte „Body Craves Data“, das instrumentale Knarzfest „Programmatic Advertising“, alles super.

Die Abkehr vom Garage Psych ist nicht ganz vollzogen, dennoch hat man sich weit genug von den Vorgängeralben entfernt, um zu überraschen. Bleibt nur zu hoffen, dass sich Erfolg einstellt und der Grund fürs Weitermachen spürbarer wird.

Fazit: Lasst euch nicht unterkriegen!

Sunflowers - A Strange Feeling of Existential Angst

8.9

8.9/10