Review: You Said Strange – Salvation Prayer

Christlicher Psych Rock? Die vertonte Suche nach dem Glauben? Egal, denn der Sound ist gut.

Nach diversen EPs legen You Said Strange nun ihr Debütalbum vor. „Salvation Prayer“ (Fuzz Club Records), zu Deutsch Erlösungsgebet, tritt in epischer Breite die Suche nach dem Glauben an. Christliche Motive werden bearbeitet, die Reinigung gesucht.

Produziert hat die Platte Peter Holmström von den Dandy Warhols, der erstmals überhaupt diese Rolle einnimmt. Muss ihm also am Herzen gelegen haben, diese Band aus Frankreich.

Was man auch immer von dem Thema halten möchte, der Sound passt. Die Band verwebt Sixties Psych mit 90er Shoegaze und schafft so eine dichte, stellenweise aber auch lockere, Atmosphäre. Alle Lieder haben einen packenden Fluss.

Elf Songs befinden sich auf dem Release, einige liegen in Überlänge vor. Kein kurzer Weg zur Erlösung also, treten wir ihn an. Es wird uns ja nicht allzu schwer gemacht. Mit „Salvation Rain“ und „Power House“ erhalten wir zum Auftakt zwei sehr eingängige Songs, die die schon angesprochene Vermengung von treibendem Psych mit flächigem Shoegaze sehr gut ausführen.

„Brain“ erstreckt sich über sieben Minuten, beginnt sehr frisch und mündet in einen kraftvollen Part. „Get Out“ ist sehr beschwörerisch, „Tilelli“ flott, dann wieder atmosphärisch. You Said Strange nehmen innerhalb ihrer Songs gerne andere Wege und brechen oft mit dem Fluss. Das wirkt meistens nachvollziehbar und schlägt sich immer positiv nieder.

„Extend“ lässt sich ebenfalls sehr viel Zeit. „Just Wait“ ist sehr repetitiv, aber zurückhaltend. Die Schlussnummer „The Way To The Holy War (Jesus)“ lässt auf über 15 Minuten das bisher Gehörte Revue passieren.

Fazit: Die Erlösung, ist sie gefunden?

7.4

Fazit

7.4/10
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