Review: Yo No Se – Terraform

Die Band aus Bristol kombiniert Heavy Psych mit Grunge.

Emo, Pop Punk, sogar Nu Metal: Diverse Stile erhielten zuletzt Revivals. Aber Grunge? Grunge nie, zumindest nicht außerhalb der Modebranche. Klar, Bands zeigten sich beeinflusst, spielten ihn aber nicht wirklich.

Dann kamen Yo No Se 2017 mit ihrem Debütalbum „Soma“. Das war Grunge, allerdings gemischt mit Heavy Psych. So fiel er etwas tiefer aus, an manchen Stellen ausufernder. Auf dem Nachfolger „Terraform“ (Stolen Body) bleibt man bei diesem Rezept.

Jack Endino, alter Grunge-Haudegen, war wieder mit dabei. Räudig gerät der Sound, an manchen Stellen mit wuchtiger Tendenz. Insgesamt aber klar mehr Grunge als Psych.

Thematisch heftet man sich an „Soma“ an, findet sich also in einer dystopischen Welt wieder. Nun bleibt nur noch die Eroberung des Weltalls. Aber was wartet da auf uns?

Dieser grungeige Heavy Psych hat schon seinen Reiz. Allerdings mehr dann, wenn Psych gewinnt. Wie etwa auf dem tief brummenden „Santa Muerte“ oder dem zerfasernden Titeltrack. Schön wuchtig groovet auch „Slaughter“. 

Der Rest ist gut, wenn man eben Grunge mag. Bei „Misery“ muss man sich spätestens entschieden haben. Wer eher abgeneigt ist, notiert sich noch das stonermäßig walzende „Hold Fire“. Hat man eh vier, fünf gute Songs beieinander.

Fazit: Reicht das für eine Wiederbelebung?

Yo No Se - Terraform

8

8.0/10
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