Review: Yawning Man – The Revolt Against Tired Noises

Wer hat den Stoner Rock erfunden? Vermutlich Yawning Man. Auf ihrer neuen Platte blickt die Band in die Vergangenheit.

Phänomen Yawning Man: Die Band aus Kalifornien war 20 Jahre aktiv bis das erste Studioalbum erschien. Davor spielten sie die berühmten Generatoren-Partys, aus denen Stoner Rock und Bands wie Kyuss entstanden. Jetzt legen Yawning Man ihr sechstes Studioalbum vor.

The Revolt Against Tired Noises“ (Heavy Psych Sounds) erhält dabei einen Verweis auf die Vergangenheit. Dieser taucht in Form von „Catamaran“ auf. Die Band hatte den Song nie offiziell aufgenommen, jedoch ist er dem Stoner Rock-Fan geläufig. Er taucht als Coverversion auf dem letzten Kyuss-Album „…And The Circus Leaves Town“ auf. 30 Jahre später gibt es nun auch die Yawning-Man-Version auf Platte zu hören.

Wir erhalten die gewohnt warmen Riffs von Gary Arce, Mario Lalli singt. Ein seltenes Schauspiel, denn größtenteils sind die Stücke instrumental, nur auf einem weiteren Track („Grant’s Heart“) hört man Lallis Vocals. Ursprünglich stammt „Catamaran“ von Alfredo Hernandez. Der ist aber nicht mehr mit dabei, die Drums übernimmt Bill Stinson.

Marios Cousin Larry Lalli, auch ein Gründungsmitglied, ist ebenfalls nicht mit an Bord. Als Vierter im Bunde steuert Mathias Schneeberger Keyboards bei. Der Deutsche ist ebenfalls ein Stoner-Veteran, spielte bei den Desert Sessions mit und taucht auf diversen Genre-Releases auf.

Gediegene Sounds beherrschen die Platte. Es fließt warm im typischen Yawning-Man-Sound dahin, immer die heiße Sonne im Rücken und der Wüstensand im Gesicht. Wuchtige Stellen gibt es auf dem Titeltrack. Auch „Ghost Beach“ verdichtet sich stellenweise.

Fazit: Eigentlich die perfekte Sommerplatte.

8

Fazit

8.0/10