Review: Writhing Squares – Chart For The Solution

Ausführliche Klangexperimente vom Cosmic-Punk-Duo aus Philadelphia.

Als Writhing Squares erzeugen Kevin Nickles (Saxofon, Flöte, Synthie) und Daniel Provenzano (Bass, Gesang) seit einiger Zeit selten gehörte Sounds. Cosmic Punk kann man darüber schreiben, es ist jedenfalls spaceiger Sound, der stets durch eine gewisse Härte am Boden gehalten wird.

Mit „Chart For The Solution“ (Trouble In Mind) erscheint nun der Nachfolger zum 2019er „Out of the Ether„. Das dritte Album des Duos aus Philadelphia liegt als Doppel-LP vor. Der unendliche Raum wird also noch vergrößert. Den nutzen die Writhing Squares dann sehr ausgiebig.

Die Platte ist bestimmt von Soundexperimenten. Zentraler Punkt ist das 18 Minuten lange „The Pillars“, von wo Strahlen in alle Richtungen abgehen. Der Song ist gewaltig, synthetisch schwurbelnd, dann zerfasernd. Die Blaupause, die mal mit mehr Punk („Ganymede“), dann mit mehr Fläche („Resurrect Dead On Planet Whatever“) angereichert wird.

Das Album ist sehr herausfordernd und ungewöhnlich, dabei nie störend. „The Abyss Is Never Brighter“ ist eleganter Garage Rock, der psychig fließt. Der Opener „Rogue Moon“ pumpt repetitiv, dazu gibt es hallenden Gesang. Zunächst aufgetragen, wird Schicht um Schicht wieder entfernt.

„NFU“ featured „Harmonica“ Dan Balcer, hat eher noiseigen Rock zu bieten. Auch auf „Epilogue“ begrüßen die Writhing Squares Gäste. John Schoemaker ersetzt mit seinem Schlagzeug die ansonsten verwendete Drum-Machine, Alex Ward begleitet mit der Orgel. Das Quartett holt einen netten Groove heraus. Vielleicht der lichteste Moment der Platte.

Fazit: Unwirtliche Welten.

Writhing Squares - Chart For The Solution

8.1

8.1/10
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