Review: Wolf Mountains – Urban Dangerous

Variabel waren die Garage-Rocker ja schon immer, so gut aber bisher noch nicht.

Aus dem schwäbischen Underground erhob sich 2013 Wolf Mountains. Das Debüt „Birthday Songs For Paul“ war gut, der 2017er Nachfolger „Superheavvy“ noch besser. Nun steht das dritte Werk an.

Urban Dangerous“ (Treibender Teppich) macht sehr viel gleich und einiges anders. Hatten wir College Rock schon? Die Neigung zum Pop?

Die Besetzung ist jedenfalls dieselbe, setzt sich aus Personal von Bands wie Die Nerven, Karies oder Levin Goes Lightly zusammen. Zwei Drittel von Wolf Mountains wohnen nun in Berlin, ein Drittel in Stuttgart.

Das die Rahmenbedingungen, musikalisch gibt es als große Überschrift Garage Rock, die einzelnen Kapitel widmen sich Spielarten davon. Wie üblich bei den Wolf Mountains ist da sehr viel Varianz drin. Kein Song gleicht dem anderen.

Wir starten mit coolem Garage Psych auf „Listen To The Woods“. Tolle Nummer, bleibt sofort hängen. Auf „I Wanna Be Asleep“ geht der Gesang in Richtung größerer Pop-Gesten, während im Hintergrund Psych Rock stoisch gearbeitet wird.

Zunächst flirrt „Take You Alive“, dann gibt es plötzlich dicken College Rock. Unerwartet, aber nicht peinlich. „No Means No“ tingelt LoFi vor sich hin, ist insgesamt eine schöne Indie Rock-Nummer.

„Out From The Dark“ zitiert Hüsker Dü, „Walrus“ den Kraut Psych der Oh Sees. So steht es im Pressetext, so empfinden wir das auch. Die Platte hat dann noch ein verträumtes „Feelings Feelings“ anzubieten.

Fazit: Es steckt so viel in diesem Album.

8.5

8.5/10
It's only fair to share...Share on Facebook
Facebook
Tweet about this on Twitter
Twitter
Pin on Pinterest
Pinterest
Email this to someone
email
Share on Tumblr
Tumblr