Review: Winter & Triptides – Estrela Mágica

Samira Winter und Glenn Brigman bewegen sich auf ihrer gemeinsamen Platte zwischen Sixties Psych und Dream Pop.

Samira Winter und Glenn Brigman von den Triptides haben bei einer Begegnung in Los Angeles schnell eine gemeinsame Vorliebe entdeckt: brasilianische Musik. Winter wuchs in Brasilien auf und wurde von ihrer Mutter mit heimischen Liedern in den Schlaf gesungen. Zwei dieser Songs befinden sich auch auf der gemeinsamen Platte von Winter und Brigman mit Namen „Estrela Mágica“ (OAR) wieder.

Die Platte lebt von der bezaubernden Stimme Winters. Musikalisch bewegen wir uns zwischen Dream Pop und Sixties Psych, brasilianische Einflüsse kann man erahnen. Als Gastmusiker treten bekannte Namen der kalifornischen Psych-Szene in Erscheinung. Das wären: Jason Simon (Dead Meadow), Julian Porte (Levitation Room), Modeste Cobián (The Buttertones), Mason Rothschild (Fever The Ghost), Tiago Lobão (Nevilton).

Alle Songs auf der Platte sind wunderschön. Sie fließen dahin ohne größere Störmomente aufzubieten. Damit das nicht gar zu eintönig wird, schaltet sich immer wieder die Fuzz-Gitarre ein, wie auf dem sonnigen „Amiga“.

Grundsätzlich ist das alles immer sehr entspannt. Stellenweise wird es noch zarter und einfühlsamer, wie auf den in Englisch gesungenen Schlussnummern „Ontem“ und „I Just Wanna Be With You“. Besonders toll geraten sind die Stellen, wo es dann wieder rockiger wird. Wenn etwa das eingängige „Doce Violeta“ durch wilde Gitarren aufgebrochen wird, verfällt man beinahe in Ekstase.

Fazit: Super Platte, der man nicht böse sein kann.

8.2

Fazit

8.2/10