Review: Wild Wild Wets – Prisom

Die Band aus San Diego versinkt auf ihrem zweiten Album im Reverb-heavy Psych Rock.

„14th Floor“ hieß das 2015er Debüt der Wild Wild Wets. Der Fingerzeig zu den 13th Floor Elevators war deutlich, im Sound spiegelte sich dieser aber nicht immer wieder. Auch auf dem Nachfolger „Prisom“ (Yeah Yeah Bla Bla / Grizzly Records) setzt die Band aus San Diego eher auf schleppenden, sehr dichten Psych Rock, der mit viel Reverb ausgestattet ist.

Nur auf „May Games“ bläst man die Rauchschwaden davon und öffnet sich dem Sixties Psych. Der Song kommt luftig und sonnig daher, ein glatter Ohrwurm. Ansonsten überwiegen die trägen, teils mächtigen dann wieder atmosphärischen Tracks.

„Neon Avenues“ braucht etwas Zeit, um so richtig in Gang zu kommen. „In True“ bietet mehr Rock’n’Roll, bleibt aber vertrippt. „Wet Leather“ ist stampfend und mächtig, verliert sich dann aber.

„Over/Under“ dreht dann das Tempo hoch, bevor „Bludgeoned“ wieder auf Entschleunigung und Wucht setzt. Etwas Wüstensand legt sich zudem auf den Track. Sehr cool und mystisch ist „The Jungle“ geworden.

Fazit: Schon gut, glänzt aber zu selten.

7.1

Fazit

7.1/10