Review: WHITE HILLS – Splintered Metal Sky

Die Psych-Band aus New York City verarbeitet die Geräusche ihrer Heimatstadt.

New York City ist eine laute Stadt. Presslufthämmer, hupende Autos und die kreischende U-Bahn machen die Stadt oft zu einem unangenehmen Erlebnis. Dave W. und Ego Sensation bewaffneten sich mit Mikrofonen und nahmen die Geräusche der Stadt auf, gossen sie dann in Songs.

So ist das neue WHITE HILLS-Album „Splintered Metal Sky“ (God Unknown) kein Wohlfühlwerk geworden. Die 2003 gegründete Band hatte schon immer einen Hang dazu, ihren Sound weiterzuentwickeln. Für die neueste Platte sind sie beim Industrial gelandet.

Die Field Recordings werden zu schabenden Beats, es poltert und kracht. Der Mensch umgeben von Maschinen, die WHITE HILLS als wilde Dompteure.

Die Songs werden immer wieder von experimentellen Schnipseln unterbrochen. Das fehlen von Strukturen an der einen Stelle offenbart welche an einer anderen. So ist „NOW MANHATTAN“ zwar klatschender Industrial-Noise, aber doch musikalischer als „MIDDAY MEMORY“.

Mit „DIGITAL TRASH“ landet man kurz bei coolem Post Punk, ehe man auf „HONESTY“ düster treibend wird. Simone Marie Butler (Primal Scream) begegnet souverän einem wuchtigen Beat.

Auf „RATS“ singt Yasmine Hamdan wundervoll über pumpende Flächen. Die Synthies von Jim Coleman (Cop Shoot Cop) machen „NUMBERS“ zu einem Highlight.

Selbst im Ambient herrscht Unruhe, wie „cCoNSTRUCT“ mit Jim Jarmusch zeigt. „ILLUSION“ lässt es zum Abschluss psychig ausklingen. Ja, jetzt mal wieder schön fließender Psych Rock. Das ist doch mal eine gute Idee.

Fazit: Faszinierender Tauchgang in einer Großstadt.

8.1

8.1/10
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